Pfefferminzmuseum  Eichenau

Eichenauer Ortschronik

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09.05.1945
Letzte Eichenauer Kriegstote und -vermißte

Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands endet der Zweite Weltkrieg. Das nationalsozialistische Dritte Reich bricht zusammen. Der blutige Krieg kostet in der Endphase auch Eichenau weitere Gefallene und Vermißte. Es sind dies: Obergefreiter Michael Scheitinger (16. Januar), Unteroffizier Richard Kunz (6. Februar), Obergefreiter Heinrich Eck (12. Februar), Gefreiter Rudolf Kunze (Februar), Obergefreiter Albert Schwarzenbauer (21. Februar), Obergefreiter Franz Drexler (3. März), Gefreiter Karl Schmid (28. März), Obergefreiter Erich Reuther (20. April), Gefreiter Josef Walchshäusl (April), Obergefreiter Robert Bauer (2. Mai), Sanitäter August Gleich (9. Juni), Unteroffizier Karl Holzmann (27. August), Gefreiter Willi Staab (22. September), Unteroffizier Karl Moosburger (in russischer Gefangenschaft 6. Oktober), Josef Rofner (1945), Gebirgsjäger Ludwig Görg (1945) und Kraftfahrer Martin Gemmel. Insgesamt muß Eichenau 59 Gefallene und 21 Vermißte beklagen.

 

13.05.1945
Besetzung Eichenaus durch die Amerikaner

Amerikanische Fronttruppen rücken in Eichenau ein.

 

13.05.1945
Anerkennung des Hans Wirner als Bürgermeister durch die amerikanische Besatzungsmacht

Der Dekorationsmaler Hans Wirner tritt im Einvernehmen mit der amerikanischen Militärregierung als erster Nachkriegsbürgermeister sein schweres Amt an.


Hans Wirner

 

11. bis 31.05.1945
Allmähliche Normalisierung des Alltags

Langsam normalisiert sich das tägliche Leben. Bereits am 11. Mai -also zwei Tage nach dem offiziellen Kriegsende- wird der Rundfunk als "Radio München, ein Sender der Militärregierung" wieder in Betrieb genommen. Ab 12. Mai wird die seit 3. September 1939 angeordnete Verdunkelung aufgehoben. Ab 18. Mai erscheint als erste Zeitung "Die Bayerische Landeszeitung, Nachrichtenblatt der Alliierten 6. Heeresgruppe für die deutsche Zivilbevölkerung". Ab 22. Mai nehmen die Postämter wieder Postschecks an und führen Zahlungsanweisungen aus. Ab 1. August fährt die Münchner Trambahn (Straßenbahn) wieder. Ab 9. August wird der Eisenbahnverkehr wieder aufgenommen, allerdings ist eine besondere Fahrgenehmigung der Militärregierung erforderlich (es verkehren täglich nur drei Zugpaare und zusätzlich Samstag mittags ein viertes). Am 17. September nimmt die Volksschule mit Genehmigung der Militärregierung wieder den Unterricht auf, und ab 13. September erscheint wöchentlich das "Amtliche Nachrichtenblatt für den Kreis und die Stadt Fürstenfeldbruck", das erstmals am 6. Oktober 1945 zum Verkauf angeboten wird.

 

27.01.1946
Bürgermeister- und Gemeinderatswahl

Bei der ersten Nachkriegsbürgermeister- und gemeinderatswahl am 27. Januar 1946 wird der amtierende ehrenamtliche Bürgermeister Hans Wirner im Amt bestätigt. (Wirner wurde am 2. Mai 1945 vom Komitee der Freiheitsaktion Bayern im Einvernehmen mit der amerikanischen-Militärkommandantur Fürstenfeldbruck als Bürgermeister ohne Wahl eingesetzt).

 

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

ERSTER BÜRGERMEISTER

Wirner Hans, Dekorationsmaler

ZWEITER BÜRGERMEISTER

Plabst Josef, Müller aus Alling

WEITERE GEMEINDERATSMITGLIEDER

Alzheimer Hans, kaufm. Angestellter

Berchtold Johann, Postfacharbeiter

Eisenknöppel Max, Fliesenleger

Ettenhuber Andreas, Bundesbahnbeamter

Friedl Ernst, Müller *)

Fürleger Andreas, Landwirt *)

Junghändel Curt, Kunstmaler

Neumaier Max, Damenschneider

Schilling Johann, Bauer *)

 

*) Gemeinderatsmitglieder aus Alling


Erste Nachkriegsgemeinderatswahl


Wahlzettel zur ersten Nachkriegswahl
(Gewählt wurden Bürgermeister und Gemeinderat.)

 

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