Pfefferminzmuseum  Eichenau

Nachrichten aus dem Museum

Donnerstag, 08. Oktober 2020

Pfefferminzmuseum im neuen Licht

Fördermittel des Bundes für verschiedene Investitionen

In einem – im wahrsten Sinn des Wortes – neuen Licht zeigt sich seit Kurzem das weltweit einzige Pfefferminzmuseum in Eichenau: Die etwa drei Jahrzehnte alte, in letzter Zeit störanfällige Beleuchtung wurde durch neue und zudem energieeffizientere Anlage ersetzt. Diese und weitere Erneuerungsmaßnahmen werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Das Gesamtvolumen für insgesamt 80 Projekte in Deutschland beträgt 1,25 Mio. Euro. Der Deutsche Verband für Archäologie DVA ist Initiator und Träger des Programms.

„Ohne die uns zugesagten Zuwendungen hätten wir all die in Angriff genommenen Verbesserungsvorhaben nicht finanzieren können“, betont Hans Kugler, Vorsitzender des Fördervereins Pfefferminzmuseum Eichenau. Auf das Soforthilfeprogramm „Heimatmuseen“ des Programms „Kultur in ländlichen Räumen“ sei man durch Zufall aufmerksam geworden. Ein Vereinsmitglied hatte im Frühjahr im Radio davon gehört und sofort die Vorstandschaft informiert. Diese erarbeitete umgehend ein Investitionskonzept, holte Angebote ein und reichte den Antrag ein. Damit zählten die Eichenauer zu den ersten Bewerbern. Das war ganz entscheidend, denn bei diesem Programm gilt das Gorbatschow-Motto: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, anders ausgedrückt: Die Mittel des Programms werden chronologisch nach Antragseingang vergeben.

Das durchdachte Konzept der Pfefferminzler überzeugte, die Zuschuss-Zusage erfolgte, und die Arbeiten konnten an mehreren Fronten beginnen: Neben der neuen Beleuchtung für eine noch bessere Ausleuchtung der Exponate werden im Museum Hardware und Betriebssystem der beiden Terminals erneuert und für inhaltliche Erweiterungen fit gemacht. Außerdem kann dank der Zuschüsse auch die Website des Pfefferminzmuseums neu gestaltet und aktualisiert werden. Der bisherige Internet-Auftritt hat schon fast 20 Jahre auf dem Buckel und war damals einer der ersten von Vereinen und Verbänden im Landkreis. Künftig kann die Website mit den Inhalten der beiden Terminals im Museum zum Thema Pfefferminze und zum Thema Ortsgeschichte von Eichenau besser abgestimmt werden.

„Spätestens ab dem  Jahresende 2020 können wir den Besucherinnen und Besuchern das Ergebnis aller Investitionsmaßnahmen präsentieren“, freut sich Hans Kugler. Dann könne ihnen vermutlich auch ein bereits 2019  in Auftrag gegebener, völlig neu gestalteter Film über Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung der Pfefferminze gezeigt werden.