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01.01.1948
Bevölkerungsstatistik
Die Einwohnerzahl unseres Ortes beträgt 3.317. 1.622 Bürger (= 49%) sind Flüchtlinge, Ausgewiesene oder Evakuierte. Davon stammen aus Ostpreußen 11, aus Schlesien 112, aus Ostpommern 3, aus Rumänien 20, aus der Tschechoslowakei (überwiegend aus dem Sudentenland) 288, aus Polen 3 und aus dem Baltikum (Estland, Lettland und Litauen) 21 Einwohner.
02.01.1948
ErneuterVersuch, Eichenau von Alling abzutrennen
Durch eine Eingabe von 340 Allinger Wahlberechtigten wird der Trennungsgedanke wieder wachgerufen. Auch dieses Mal werden die anders geartete Bevölkerungsstruktur, die große räumliche Entfernung und die alte Tradition des reinen Bauerndorfes Alling als Argumente angeführt. Es spräche für eine Trennung, weil nunmehr beide Orte auf sich gestellt lebensfähig seien. Der Gemeinderat lehnt die Eingabe ein Jahr später, am 15. Januar 1949, mit 14 : 3 Stimmen ab.
25.04.1948
Gemeinderats-, Bürgermeister- und Kreistagswahl
Auch die zweite Bürgermeisterwahl nach dem Kriege wird nach dem Mehrheitswahlsystem durchgeführt, d.h. die Wähler tragen selbst eine für geeignet gehaltene Persönlichkeit in den Stimmzettel ein. So erhalten 33 Bürger Stimmen. Weil keiner dieser Gewählten die gesetzlich vorgeschriebene absolute Mehrheit (mehr als 50% der abgegebenen gültigen Stimmen) erhält, ist am 9. Mai 1948 zwischen den beiden Kandidaten mit der höchsten Stimmzahl eine Stichwahl erforderlich. Außer dem Bürgermeister werden noch der Gemeinderat und der Kreistag gewählt. Die 16 Sitze des Gemeinderates teilen sich auf in CSU 4, SPD 3, Wählergruppe Parteilos 5, Wählergruppe Gemeinschaft 3 und Wählergruppe Alling 1.

Ergebnisse der Stichwahl zum Bürgermeister
05. bis 09.05.1948
Nachmission
Die Nachmission halten die Oblatenpatres Karl Prümm und Fischer.
23.05.1948
Wiedergründung des Kolpingvereins
Der Kolpingverein gründet sich erneut. Zum Senior wird Alwin Schneider gewählt.
